St. Barthélemy ist der Hotspot der Reichen und Berühmten: Französische Lebensart, Luxushotels und Glamour komprimiert auf einer 21 Quadratkilometer kleinen Trauminsel

Luxus Hotel

Am selben Strand wie Enrique Iglesias oder Brad Pitt baden, beim Shoppen J'Lo begegnen und im gleichen Club wie Paris Hilton feiern? Auf Saint-Barth, wie Kenner die Karibikinsel St. Barthélemy liebevoll nennen, kann Ihnen das passieren. Vielleicht sogar am selben Tag. Der Jet-Set, vor allem aus den USA, liebt die kleine Antillen-Insel: Weil sie so herrlich französisch ist, die Anreise jedoch viel kürzer und das Wetter besser. Weil die Hotels und Villen auf der Insel zu den luxuriösesten der Welt gehören, weil jeder Designer von Rang und Namen hier eine Boutique führt, weil die Restaurants Delikatessen aus Frankreich einfliegen, die hier von französischen Spitzenköchen zubereitet werden. Und weil das 21 Quadratkilometer kleine Saint-Barth mit seinen einsamen Buchten, den 22 Palmen bestandenen Traumstränden, den steil aufragenden, üppig bewaldeten Bergen und den idyllischen kleinen Dörfchen sich trotz allem seine natürliche Schönheit bewahrt hat.

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Bis in die 60er Jahre war Saint-Barth bettelarm

Noch immer führt nur eine einzige, schmale und holprige Straße über die Insel, von diesem Rundweg führen Abzweiger hinunter in die Buchten. Der schönste (und einsamste!) Strand, Colombier, ist sogar nur per halbstündigem Fußmarsch zu erreichen – oder mit einer Yacht vom Meer aus. Bis in die 60er Jahre hinein fuhren hier nur Eselkarren - bevor der Jet-Set die Insel entdeckte, war sie bettelarm, denn sie besitzt keine Bodenschätze, keinen Platz für Landwirtschaft oder Viehzucht, keine Industrie. Was einst ein Problem war, macht heute den ganz besonderen Reiz dieses karibischen Juwels aus.

 

Schweden und Frankreich prägten die Insel

Kolumbus entdeckte Saint-Barth, doch er hielt sie, ebenso wie die ersten französischen Siedler, für relativ wertlos. Erst unter schwedischer Herrschaft erlebte sie Anfang des 18. Jahrhunderts eine Blüte als Freihandelshafen. Gustavia, die Hauptstadt, ist nach König Gustav III. benannt. 1877 kaufte Frankreich Saint-Barth für 80.000 Francs zurück und heute gehört sie als französisches Überseedepartement sogar zur EU. Die Einflüsse beider Kulturen sind bis heute zu erkennen. Etwa daran, dass die Bevölkerung aller Nachbarinseln schwarz ist, hier jedoch fast nur hellhäutige Menschen leben, aber auch an der Architektur und natürlich an der Küche.

Yacht

 

Reihenhausgroße Yachten parken im Hafen von Gustavia

Die Lieblingsinsel der Reichen und Berühmten ist vor allem über Weihnachten und Silvester fest in der Hand von Showbiz-Größen und ultrareichen Industriellen. Letztere erkennt man meist erst, wenn sie ihre schwarze American Express Karte zücken... Schon Anfang Dezember parken reihenhausgroße Yachten im Hafen von Gustavia – die Handtuchmethode der Reichen, die natürlich erst zu Weihnachten einfliegen, um dann ein, zwei Wochen lang zu shoppen, Jet-Ski zu fahren und zu schlemmen wie Gott in Frankreich. Von April bis Oktober ist es auf Saint-Barth ruhiger und sogar annähernd bezahlbar. Unbezahlbar hingegen ist es, sich in den Nobelherbergen, Spitzenrestaurants und Edelboutiquen wie ein VIP zu fühlen.

  

TIPPS

 

Übernachten

Le Sereno (Grand-Cul-de-Sac): Puristisches und sehr privates Designhotel. Suite ab 480 Euro. www.lesereno.com 

Les Ilets de la plage (St. Jean): 4-Bett-Villa direkt am Strand ab 295 Euro. www.lesilets.com 

 

Essen gehen

La Case de L'Isle (Baie Flammand im Hotel Isle de France): Auf der Terrasse am Meer genießt man gehobene französische Küche. http://www.chevalblanc.com/stbarthisledefrance/en/culinary-art/case-isle.html

Eden Rock (St. Jean): Die Hotel-Bar sitzt auf einem Felsen, der in die Bucht hineinragt. Ideal für einen Sundowner! Höchste Promi-Dichte. www.edenrockhotel.com 

Le Select (Gustavia): Im großen Biergarten des ältesten (und günstigsten) Restaurants von St.Barth schmecken home-made Burger und Fries.

 

Ausgehen

Nikki Beach Club (St. Jean): Am Nachmittag chillige Bar, abends trifft man sich hier auf einen Cocktail. http://www.nikkibeach.com 

Le Yacht Club (Gustavia): Exklusiver Hot-Spot direkt am Hafen. Tel. +590-590-278607

 

Shopping

Le Carré d'Or: In der luftig-eleganten Mall in Gustavia residieren lokale und internationale Designer.

Pati de Saint Barth (Gustavia): Schöne Souvenirs: Bikinis, Taschen, Schlüsselanhänger uvm. mit dem stylishen Saint Barth Logo. Passage de Cremaille, Tel. +590-590-278261

Ligne St. Barth (L'Orient): Die edle Naturkosmetik wird auf der Insel hergestellt und im kleinen Shop günstiger verkauft Tel. +590-590-278263, www.lignestbarth.com 

 

Einen guten Überblick gibt www.saint-barths.com 

 

Text: Katharina Franke