In Queenstown, selbsternannte Adventure Capital of the World, kann man nicht nur beim legendären Bungee-Jump den Herzschlag in die Höhe treiben. Nur wenige Kilometer entfernt liegt eine der schönsten Landschaften Neuseelands: Paradise


Wenn es das Paradies tatsächlich gibt, dann muss es so aussehen wie im Süden der Südinsel Neuseelands: Die Luft scheint zu leuchten, weiß überzuckerte Berge umstehen den Lake Wakatipu und der Dart River spült türkisblaues Eiswasser vom Gletscher herunter. Die Neuseeländer sind der gleichen Meinung und haben diesen wunderbaren Flecken Erde kurzerhand „Paradise“ getauft. Und Peter Jackson fand hier die perfekte Filmlocation für Lothlorien, den Elbenwald aus „Herr der Ringe“, der übrigens auch ohne Computereffekte einen phantastischen Zauber ausübt.

 

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Paradise: Der Dart River spült türkisblaues Eiswasser vom Gletscher herunter

 

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LakeWakatipu: Schon die Fahrt von Queenstown nach Paradise ist malerisch

 

Panoramablick im open air Spa-Pool

„Paradise“ steht auch auf dem Wegweiser und darunter „No exit“ - die unbefestigte Straße dort hinein ist eine Sackgasse. Wer mit Wanderschuhen gekommen ist, und das sind viele in Neuseeland, für den führt hinten natürlich doch ein Weg aus dem Tal heraus: Der Routeburn Track, eine der neun schönsten Wanderrouten des Landes. Allerdings muss man dazu einige Bergpässe überqueren. Auch auf dem Caples- und dem Greenstone-Track lässt sich Paradise auf ein- und mehrtägigen Wanderungen erkunden. Ideale Basis hierfür ist die Kinloch Lodge in Glenorchy. Die Übernachtung in dem 1868 erbauten Landhaus lohnt sich auch für Erholungssuchende: Wegen des open air Spa-Pools, in dem man einen wirklich paradiesischen Panoramablick über den See und die Berge hat, und natürlich wegen der idyllischen Lage.

 

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Bungee-Sprung für besonders Mutige: von einer Kanzel 400 Meter

 

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Das wohl meist fotografierte Straßenschild Neuseelands

 

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Paragliding in Queenstown: Panoramablick auf die Remarkables

 

Adrenalin-Junkies springen von der legendären Karwau Brücke

Genug von Idylle, Stille und unberührter Natur? Nur 45 Kilometer entfernt liegt Queenstown, selbsternannte „Adventure Capital of the World“. Das Abenteuer begann in den 1860ern, als im Shotover River Gold gefunden wurde, und erreichte 1988 eine neue Dimension, als sich hier ein Mann namens AJ Hackett Bungy ein Gummiseil an die Füße band und von einer Brücke 43 Meter in die Tiefe stürzte – die Geburt des Bungy-Jumps. Heute springen Adrenalin-Junkies nicht nur von der legendären Karawau Brücke (mit oder ohne Eintauchen in den Fluss), sondern auch von einer Drahtseilgondel ganze 143 Meter tief (acht Sekunden freier Fall) oder vom Ende eines 400 Meter langen Stegs weit oberhalb der Stadt. Wer nicht seinen Hals riskieren möchte, stürzt sich ins pralle Nachtleben.

Wer nach Queenstown kommt, will Action, und wer nicht beim White Water Rafting, Paragliding, Jet Boat Fahren oder sonstwie seinen Hals riskieren möchte, stürzt sich zumindest ins pralle Nachtleben. Im Winter verwandelt sich die Stadt für etwa drei Monate in ein lässiges Ski-Ressort, in dem sich vor allem Snowboarder und Freestyle Skifahrer treffen. Gleich drei Skigebiete liegen in unmittelbarer Nähe: Coronet Peak, The Remarkables und Cardrona, und wenn den Abenteurern die Pisten, Half Pipes und Terrain Parks zu langweilig werden, lassen sie sich mit dem Hubschrauber auf einen Berggipfel fliegen und fahren auf unpräparierten Pisten querfeldein ins Tal. Heli-Skiing nennt sich das, der Freeride im Pulverschnee ist der letzte Schrei. Abends treffen sie sich dann alle im Tal, in den Bars von Queenstown. Das Nachtleben ist hier mindestens so exzessiv wie in der Hauptstadt Wellington, obwohl die Adventure Capital nur etwa 15.000 Einwohner hat. Muss wohl am Adrenalin im Blut der Partymeute liegen.


TIPPS

 

Übernachten

Kinloch Lodge: Einsam und wunderschön am Lake Wakatipu gelegenes Hostel mit hauseigenem Restaurant. DZ ab 72 NZ$. Tel. +64 (0)3 4424900, www.kinlochlodge.co.nz 

Southern Laughter: Hostel mit Spa-Pool, Hängematten im Garten und feierlustigen Gästen. DZ ab 56 NZ$.  

Hippo Lodge: Hostel mit tollem Blick über Queenstown, ruhig aber zentral gelegen. DZ ab 32,50 NZ$. www.hippolodge.co.nz


Essen gehen

Skyline Restaurant: Essen oder Cocktails mit Aussicht auf dem Gipfel oberhalb von Queenstown. Hoch geht’s mit der Gondel oder zu Fuß. Lunch von 12-14 Uhr, Dinner ab 17:45 Uhr, täglich geöffnet. Tel. +64 (0)3 441 0101, www.skyline.co.nz/queenstown/restaurant  Brazz on the Green: Neuseeländische und europäische Küche, exzellente Weine, offener Kamin. Athol Street 1, Tel. +64 (0)3 4424444.


Ausgehen

Queenstowns Zentrum ist klein, die Bars und Clubs sind nicht zu verfehlen. Beliebt sind die Bars „Loaded Hog“, „Pog Mahone's“ und „Pig and Whistle“, Clubs sind meist 22.00 Uhr bis 2:30 Uhr geöffnet, z.B. „The Bunker“, „The Tardis“ (beide Cow Lane), „Triple M“, „The World“ (beide Shotover Street) oder „The Lone Star“ (Brecon Street).


Action

Bungy-Springen: A J Hackett ist das Original, verschiedene Sprünge zur Auswahl. Tel. +64 (0)3 442 4007, Heli-Skiing: Ab 775 NZ$ pro Tag (drei Abfahrten). http://heliski.co.nz Skigebiete: Die Pisten von Coronet Peak, The Remarkables und Cardrona sind etwa von Ende Juni bis Mitte Oktober geöffnet. www.nzski.com, www.cardrona.com Skyline Gondola: Harmloses Abenteuer: Mit der Seilbahn hoch auf die Aussichtsplattform (450 Meter oberhalb der Stadt). www.skyline.co.nz  Weitere Infos unter www.queenstown-nz.co.nz.


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